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Wahrhaftiger Frieden



Womöglich sehnst du dich auch nach einem dauerhaften Gefühl von innerem Frieden. Denn wer sehnst sich nicht danach? Vielleicht wird es von uns Menschen unterschiedlich benannt, aber letztendlich wünschen wir uns alle das Gleiche. Wir wollen glücklich, zufrieden, in Frieden sein. Wir wollen in angenehmen und harmonischen Beziehungen leben. Und erleben doch oft das Gegenteil: Gewinne und Verluste wechseln sich ab, der Tauschhandel regiert die Welt. Ein Handel, der oft mit versteckten Absichten/Motiven gespielt wird, weil jeder sich unentdeckt doch gerne auf Kosten eines anderen bereichern oder beglücken will. Nicht nur die Märkte spielen auf diese Art, auch in zwischenmenschlichen Beziehungen regiert diese Art von Denken: "Ich gebe dir erst, wenn du mir gibst", egal, ob Liebe, Zeit, Wertschätzung, Verständnis oder eine andere Form von Zuwendung gemeint ist. "Und wenn ich dir zuerst gegeben habe, erwarte/hoffe oder fordere ich, dass ich Ähnliches zurück erhalte". Wir alle kennen dieses Spiel, oder? Und wir wissen, dass es uns nicht oder nicht lange ZUFRIEDEN macht.

Was können wir also tun?

Als allererstes ist es wichtig, sich selbst als den entscheidend Verantwortlichen für inneren Frieden zu definieren. An dieser Hürde scheitern wir schnell, denn es scheint so offensichtlich, dass die Anderen, die Umstände oder was auch immer Schuld sind.

Wenn wir uns dann erlaubt haben, die Verantwortung bei uns zu sehen, kommt ein weiterer entscheidender Schritt. Wir dürfen uns entscheiden, trotz aller Unzufriedenheiten liebevoll und akzeptierend mit uns umzugehen, uns sozusagen selbst zu lieben, anzunehmen oder zu akzeptieren.

Dritter Schritt: Wir entscheiden uns für eine Wahrnehmung, die uns in unseren natürlichen Zustand von Frieden zurückbringt oder uns wieder dorthin zurückführt. Wir entscheiden uns für Präsenz, und somit für eine bewusste Form der Gegenwärtigkeit. Damit schwinden bereits die meisten Probleme dahin, weil sie sich in der Regel aus Vergangenheit oder Zukünftigem und den dazugehörigen Gedanken speisen. Umgesetzt bedeutet das: Du versuchst und trainierst, ohne Gedanken, Bewertungen, Namensgebungen präsent zu sein.

Beispiel: Du schaust einen Baum an und lässt ihn auf dich wirken, ohne ihn als Baum zu benennen. Auch ohne ihn als groß oder klein, dick oder dünn, alt oder jung zu etikettieren. Einfach nur schauen, sein, präsent-sein, spüren. Solange, du es halten kannst.


Dies können wir auch bei Menschen üben. Bei denen, die wir nicht mögen, wird es uns am schwersten fallen. Und doch ist es die einzige Möglichkeit, um Abstand zu gewinnen von zermürbenden oder quälenden Gedanken. Du schaust einfach auf den Menschen, den du eben nicht mochtest, so, als wenn du ihn noch nie gesehen hättest und auch seinen Namen und all die Geschichten nicht kennen würdest. Du schaust sozusagen auf einen Raum im Inneren. Dies kannst du auch in Gedanken tun, dafür muss dieser Mensch nicht in deiner Nähe sein.

Und jetzt kommt das Entscheidende:

Frage dich, was ihr gemeinsam haben könntet?

Womöglich regt sich in dir Widerstand. Lass ihn da sein, umarme ihn innerlich und lass ihn wieder ziehen.

Frage dich erneut, was dieser Mensch und du gemeinsam haben könntet?

Vielleicht müssen wir manchmal tiefer schauen, weil wir uns gar nicht vorstellen können, dass jemand, den wir nicht mögen, ein ähnliches Bedürfnis, einen gleichen Wert haben könnte wie wir. Und doch ist es so.

Wir wünschen uns alle Frieden.

Wir wollen alle glücklich sein.

Wir wurden sogar alle schon verletzt.

Wir sind alle Menschen, die geliebt werden wollen.

Wir sind alle Menschen, die sich nach Verbundenheit und Vertrauen sehnen.

Auf dieser Ebene sind wir gleich, und mit dieser Ebene können wir uns verbinden, indem wir uns innerlich darauf ausrichten. Der andere ist auch ein Mensch, der sich Frieden wünscht (auch wenn er es vielleicht komisch ausdrückt).

Probiere diese Form des Schauens aus und spüre, wie es in dir wirkt, wenn du dies praktizierst.

Bemerkung am Rande: Es geht um Deinen inneren Frieden und genau darauf zielt diese Übung. Was du daraus letztendlich machst und wie Gespräche im Anschluß ablaufen könnten, ist wieder eine ganz andere Sache. Das, was hier zählt, ist deine innere Ausrichtung auf deinen inneren und wahrhaftigen Frieden, den du tatsächlich auch im anderen finden kannst, wenn du es willst. Das Geschenk ist groß, denn DU wirst ihn spüren, diesen Frieden, auch wenn du versuchst, ihn im Anderen zu ent-decken.


Ich wünsche dir viel Freude dabei.


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