Du musst nicht anders sein...

Was wäre, wenn du wüsstest, dass an dir nichts verkehrt ist? Wenn du so, wie du jetzt bist/fühlst, genau richtig wärst? Spürst du eine Antwort auf diese Frage?
Wenn nicht, nimm dir ein wenig Zeit und stelle dir die Frage noch einmal: Was wäre, wenn du so, wie du jetzt bist/fühlst, genau richtig bist?
Und dann nimm wahr: Wie fühlt sich dein Körper an?
Wie fließt dein Atem?
Es gibt bestimmte Situationen, die sich gut für diese Fragen eignen. Zum Beispiel, wenn wir Angst vor etwas haben, beispielsweise ein Vortrag oder eine Prüfung. Dann nämlich verstricken wir uns schnell in einen inneren Konflikt: die eine Seite in uns hat Angst, eine andere innere Seite will die Angst nicht haben, weil sie die Angst als störend empfindet. Dieser Konflikt kostet sehr viel Kraft. Und die Angst bleibt. Hier kommt dann die Frage, die du dir selbst stellen kannst: Was wäre denn, wenn an der Angst gar nichts verkehrt wäre?
Es ist gut möglich, dass du dann sofort spürst, dass sich etwas in dir entspannt. Denn du hörst auf, zu kämpfen. (Auch wenn es vielleicht nur für einen kleinen Moment sein kann) Versuch es mal....
Die gleiche Frage kannst du dir auch bei anderen Gefühlen stellen, z.B. Traurigkeit. Denn warum sollte Traurigkeit verkehrt sein? Sie ist grundsätzlich eine natürliche Reaktion auf eine enttäuschende Situation. Wir selbst kreieren einen inneren Konflikt immer dann, wenn wir glauben, dass an uns oder unseren Gefühlen etwas verkehrt ist, ohne diese urteilenden Gedanken zu überprüfen. Wir nehmen also etwas in uns wahr, glauben aber, dass dies nicht sein darf. Das ist der Konflikt oder der innere Kampf, der sehr viel Kraft kostet. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen und Milde mit sich selbst zu üben. Denn an uns ist nichts verkehrt. Es gibt für alles gute Gründe.
Sei lieb gegrüßt
Ines





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